Was kostet eine eigene Website wirklich?

Du möchtest eine eigene Website mit WordPress erstellen und fragst dich, was das wohl kostet? Die gute Nachricht: WordPress selbst ist kostenlos. Dafür kommen an anderer Stelle Kosten auf dich zu, auch wenn sie (manchmal) gering sind und/oder nur einmalig anfallen. Und wie in so vielen Bereichen, ist es auch mit der eigenen WordPress-Website: Nach oben sind die Grenzen offen. In diesem Artikel möchte ich meine eigenen Erfahrungen teilen, um dir einen Einblick zu verschaffen, wo es sich lohnt, Geld auszugeben und wo nicht.

Für wen ist dieser Artikel gedacht?

Wenn du eine eigene Website mit WordPress erstellen, aber nicht auf den Service von wordpress.com zurückgreifen möchtest, lohnt es sich, deine Website selbst zu hosten. Die Software von WordPress ist frei verfügbar und kann auf fast jedem Server installiert werden. Wenn dir Worte wie FTP und ZIP ein Begriff sind, bist du bereit, deine Seite selbst aufzubauen. Nachfolgend zeige ich dir, was eine eigene Website in etwa kostet.

Inhalt

Kosten für Hosting und Domain

Es gibt unterschiedliche Wege, deine Website zu hosten, also auf einem Server abzulegen und für die Außenwelt erreichbar zu machen. Der einfachste ist wahrscheinlich, über einen Anbieter wie Hosteurope, All-inkl oder Raidboxes zu gehen. Bei diesen Anbietern kannst du für kleines Geld einen Platz im Internet bestellen.

Ich selbst bin seit vielen, vielen Jahren bei Hosteurope und immer sehr zufrieden gewesen. Der Support ist schnell und sehr kompetent gewesen, wenn ich ihn mal brauchte. In der Regel brauchte ich ihn aber nicht 😉

Welches Paket ist für deine Zwecke passend?

In folgender Tabelle habe ich einmal drei Pakete miteinander verglichen.

Hosteurope BasicAll-inkl PrivatRaidboxes Starter
50 GB Speicherplatz 50 GB Speicherplatz 5 GB Speicherplatz (SSD)
2 MySQL-Datenbanken5 MySQL-Datenbanken1 MySQL-Datenbank
1 Domain inklusive3 Domains inklusivekeine Domain inklusive
1 SSL-Zertifikat inklusive Kein SSL-Zertifikat inklusive (99€/Jahr) 1 SSL-Zertifikat inklusive
E-Mails inklusive E-Mails inklusive E-Mail-Postfach ab 1,50€/Monat
4,99€ / Monat4,95€ / Monat15€ / Monat (zzgl. Mwst)
Zum AnbieterZum AnbieterZum Anbieter

Stand: 02.10.2019

Auf den ersten Blick fragst du dich, warum Raidboxes überhaupt in dieser Liste mit auftaucht. Es gibt weniger Speicher, Domain und E-Mail-Postfächer müssen extra bezahlt werden und der monatliche Preis ist deutlich höher als bei den anderen. Raidboxes hat sich besonders auf WordPress-Hosting spezialisiert. Sie versprechen bis zu 4x schnellere Website-Ladezeiten als herkömmliche Anbieter. Die Server wurden nämlich speziell konfiguriert. Hosteurope bietet ebenfalls eine spezielle WordPress-Variante an, die ist allerdings erst ab der teuersten Variante mit NGINX ausgestattet und kostet dann satte 39,99€ im Monat. Im Vergleich ist Raidboxes hier also die bessere Wahl.

Wie gesagt, ich bin seit Jahren bei Hosteurope und bisher sehr zufrieden damit. Raidboxes wurde mir gerade erst von einem Freund empfohlen, ich habe also noch keine eigenen Erfahrungen gemacht. Positiv ist, dass durch Raidboxes Einstellungen einige Plugins überflüssig werden, die sonst für Performance sorgen sollen (siehe unten). Das erhöht natürlich auch die Sicherheit. Ich werde bald einen Test starten und darüber auf diesem Blog berichten.

Raidboxes hat noch weitere Vorteile: Jede Nacht wird ein Backup deiner Website gemacht. Deine WordPress-Installation wird automatisch auf die neueste Version geupdatet. Und du bekommst eine Staging-Area, in der du deine Seite ändern und mit Updates versorgen kannst. Erst wenn dort alles klar ist, gibst du die Änderungen in der Live-Seite frei.

Das Gute bei allen Anbietern ist: Du kannst immer nach oben skalieren, falls es nötig ist. Wenn deine Besucherzahlen steigen und die Ladezeiten irgendwann darunter leiden, weil der Server zu viele Anfragen bekommt, machst du einfach ein Upgrade auf ein anderes Paket oder sogar einen Server. Ich bin selbst kein Experte auf diesem Gebiet. Mein Weg würde daher über den jeweiligen Support führen. Dort kann man dich entsprechend beraten, welche Lösung für deine Zwecke am besten geeignet ist. Für den Anfang ist ein Webpaket bestimmt die richtige Wahl.

Fazit: Notwendig, mindestens Webhosting-Paket

Kosten: 4,95 – 24,95€ /Monat (Webhosting) bzw. 19,99 – 499,95€ / Monat (Server)

Was kostet eine Domain für Deine Website?

Domains sind wirklich günstig, aber sie müssen eben auch bezahlt werden. Ansonsten kann dich niemand im Netz erreichen.

Wie viel eine Domain kostet, hängt besonders von der Endung ab. Eine .de-Domain kostet in der Regel 1€ im Monat. Die meisten Anbieter wollen das Geld ein Jahr im voraus haben. Keine große Sache. Andere Domain-Endungen können aber auch deutlich mehr kosten, wie zum Beispiel die .ch-Domain. Sie kostet aktuell 3,75€ pro Monat. Inzwischen gibt es auch nicht nur Länderkennungen als Domain-Endung, sondern kreative Lösungen wie .design oder .yoga. Einige können sogar bis zu 10€ im Monat kosten. Ich persönlich mag lieber die klassischen .de-Domains, aber das kommt auf den konkreten Fall an.

Übrigens ist es egal, welche Domain du vor der Endung wählst. Solange sie noch frei ist, kostet es nicht mehr, nur weil es eine beliebte Adresse sein könnte. Ist deine Wunschdomain schon vergeben, hast du allerdings Pech oder kontaktierst den Besitzer, ob er/sie diese Domain verkaufen will. Oft werden die guten Domains (aber immer häufiger auch einfach die Domains, die kürzlich freigegeben wurden) von Resellern aufgekauft, um sie dann gewinnbringend weiterzuverkaufen. Nämlich an jemanden wie dich 😉 Frage dich einfach, wie viel dir eine gute Domain wert ist. Und: Ja, es kann durchaus lohnenswert sein, wenn du tausende von Euro dafür ausgibst, sofern dein Business das durch diese Domain wieder reinholen kann.

Fazit: Notwendig

Kosten: 0,99€ – 10,00€ / Monat (sofern die Domain noch frei ist)

Brauche ich ein SSL-Zertifikat?

Außerdem solltest du Kosten für ein SSL-Zertifikat einplanen. Das brauchst du, um deinen Besuchern zu symbolisieren, dass deine Website eine sichere Verbindung aufbaut. Wenn also jemand ein Kontaktformular auf deiner Website ausfüllt, werden diese Daten verschlüsselt übertragen und können unterwegs nicht abgefangen und mitgelesen werden.

Das SSL-Zertifikat ist in manchen Hosting-Paketen schon inklusive, aber nicht bei allen. Achte also darauf, ob das Zertifikat für ein Jahr oder dauerhaft inklusive ist. Bei Hosteurope ist noch einmal doppelt Vorsicht geboten. Ich hatte extra ein Upgrade auf ein höheres (bzw. neueres) Paket gemacht, um ein SSL-Zertifikat dauerhaft zu bekommen. Nach einem Jahr bekam ich eine Mail, die für mich nicht eindeutig war. Ich hatte sie so verstanden, dass ich das Zertifikat erneuern müsse, was ich auch tat. Es stellte sich aber heraus, dass ich eigentlich gar nichts hätte tun müssen. Stattdessen hatte ich versehentlich eine neue Bestellung aufgegeben und das dauerhafte Zertifikat war weg. Somit zahle ich nun jedes Jahr Gebühren. Tja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Fazit: Notwendig

Kosten: Oft inklusive, ansonsten ca. 2,99€ / Monat

Was kostet ein wordpress-Theme?

Sobald du dich um einen Platz im Netz gekümmert hast und deine Domain freigeschaltet wurde, kannst du dich um WordPress kümmern. Lade die neueste Version von wordpress.org herunter und lade sie zur Installation auf deinen Server.

Du wirst sehen, dass WordPress schon out-of-the-box funktioniert und von dir verwendet werden kann. Allerdings kommt die Grundversion nicht mit dem schönsten oder individuellsten Design daher. Willst du einen bestimmten Look, brauchst du ein Theme. Auf themeforest.net findest du eine große Auswahl qualitativ hochwertiger Themes. Sie liegen meist im Preissegment von $29 bis $59. Schaue dir am besten die beliebtesten Themes an, die auch viele Bewertungen haben. Denn es gibt natürlich auch immer wieder neue Anbieter, die deutlich weniger Umfang bieten und nicht immer den besten Support haben.

Kleiner Tipp am Rande: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die großen Themes wie Avada, Divi oder Enfold sehr gut sind, wenn du viel am Design ändern willst. Für manchen Einsteiger kann der Umfang aber erschlagend sein. Gerade wenn du gar nicht viel am Design ändern willst, sind kleinere Themes, die weniger Einstellungsmöglichkeiten bieten, die bessere Wahl.

Manche Themes müssen übrigens jährlich bezahlt werden, andere kannst du einmal erwerben und bekommst trotzdem immer die neuesten Updates. Beides kann für dich interessant sein, das hängt von deinem Vorhaben ab. Ich selbst nutze inzwischen das Astra Pro Theme, das jährlich gezahlt werden muss. Allerdings kann ich es für so viele Website benutzen wie ich möchte, was es durchaus interessant macht. Ich kann also sowohl eigene Projekte als auch Kunden-Websites damit gestalten und zahle immer denselben Preis. Im Grunde lohnt das schon nach 2-3 Websites für mich. Wenn du aber nur eine einzige Website machen willst, kannst du auch ein Theme kaufen, das nur einmal bezahlt werden muss. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Enfold-Theme gemacht. Es gibt aber auch andere Themes, die sehr gut sind.

Fazit: Sehr empfehlenswert, besonders wenn du auf Design Wert legst

Kosten: ca. $19 – $79 einmalig (in Ausnahmefällen auch jährlich)

Sinnvolles Upgrade – Ein Page Builder

Wenn du noch nicht viel Erfahrung mit der Erstellung von Websites hast, ist ein Page Builder eine lohnende Investition. Grob gesprochen hilft er dir, deine Website visuell aufzubauen. Du kannst Textrahmen an einer gewünschten Stelle platzieren, Bilder einfügen und siehst direkt, wie die Website am Ende aussehen wird.

Viele Themes kommen schon mit einem Builder im Paket. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten nicht im Front-End (also auf der sichtbaren Seite für den Besucher) editierbar sind, sondern im WordPress Back-End. Dort ist das Gestalten dann nicht so intuitiv und schnell. Wenn du z. B. das Enfold Theme kaufst und eine Demo installierst, die dir gefällt, wirst du die Änderungen im Back-End machen müssen. Dann kann es schon etwas verwirrend sein, wenn du nur Kästen siehst und erst einmal herausfinden musst, wo was geändert werden kann.

Ich selbst nutze aktuell Elementor in der Pro-Version für alle meine Projekte. Ich kann Änderungen direkt auf der Seite machen und sehe die Auswirkungen schon vor dem Speichern. Andere beliebte Page Builder sind da nicht immer so akkurat gewesen. Elementor gibt es in einer kostenlosen Version, allerdings mit deutlichem reduziertem Umfang. Im Grunde ist es für mich eine Demo-Version. Wenn du damit wirklich eine Website bauen willst, solltest du unbedingt die Pro-Version nehmen. Ansonsten bist du beschränkt auf „Textrahmen“, „Überschrift“, „Bild“ und „Video“. Formulare, Blog-Artikel oder andere coole Sachen kannst du erst mit der Pro-Version hinzufügen.

Fazit: Empfehlenswert, wenn du noch keine Vorkenntnisse hast oder Zeit sparen willst

Kosten: $49 / Jahr (für Elementor Pro, alles andere macht keinen Sinn)

Nützliche Plugins für WordPress

Jetzt wird es interessant. Plugins erweitern den Umfang deiner WordPress-Website enorm. Es gibt für fast alles eine Erweiterung. Streng genommen ist auch Elementor (siehe Page Builder) ein Plugin. Es erweitert dein WordPress-System um einen visuellen Editor. Andere Plugins machen aus deiner Website einen Shop oder zeigen auch nur die Uhrzeit an. Viele sind sinnvoll und kostenlos, andere sinnlos und sehr teuer. Meine wichtigsten Empfehlungen will ich dir hier auflisten.

Generell gilt: Je weniger Plugins, desto besser. Denn Plugins werden von Hackern oft als Angriffspunkt verwendet. Regelmäßige Updates sind daher Pflicht! Außerdem solltest du nur Plugins verwenden, deren Herkunft du kennst.

Diese Plugins nutze ich selbst häufig:

  • Antispam Bee
  • Borlabs Cookie
  • Duplicator
  • WooCommerce
  • WooCommerce Germanized
  • WP Rocket
  • WP Fastest Cache
  • YOAST SEO

Antispam Bee

Falls du einen Blog verwendest, wird dir dieses Plugin sicher gute Dienste leisten. Es verhindert, dass dein Blog von Spam überhäuft wird. Und das beste: Es ist kostenlos!

Fazit: Must-Have für Blogger

Download: https://de.wordpress.org/plugins/antispam-bee/
Kosten: Kostenlos!

Borlabs Cookie

Von der DSGVO hast du ja sicher schon gehört. Sie soll unser aller Daten schützen. Wenn du eine Website betreibst, sammelst du bewusst oder auch manchmal unbewusst Daten von deinen Besuchern. Darüber musst du im Vorfeld aufklären. Leider ist noch nicht abschließend geklärt, wie umfangreich die Aufklärungsarbeit aussehen soll. Ich habe viele Plugins getestet, die auf die Nutzung von Cookie hinweist. Borlabs Cookie war für mich bisher das beste. Es lässt sich so einstellen, dass der Verwendung von Daten zugestimmt oder abgelehnt werden muss, bevor die Website genutzt werden kann. Du hast somit eine Einwilligung schriftlich vorliegen. Wenn der Besucher einzelnen Maßnahmen widerspricht, werden die Dienste auch nicht ausgeführt (z. B. Google Analytics). Diese Funktion haben zwar auch andere Plugins dieser Kategorie, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Dienste trotz Ablehnung manchmal ausgeführt wurden. Das war für mich ein No-Go.

Fazit: Unverzichtbar

Hier kaufen: https://de.borlabs.io/borlabs-cookie/
Kosten: 39€ / Jahr

Duplicator

Ich nutze dieses Tool ständig, um Backups von Websites zu erstellen oder um eine WordPress-Seite, die ich lokal erstellt habe, auf einen anderen Server zu übertragen. Schneller und besser habe ich es noch nicht gesehen als mit Duplicator. Es gibt auch eine umfangreichere Pro-Version, die ich allerdings selbst nicht nutze. Mir reichte bisher die kostenlose Version. Immer bevor ich Änderungen an der Seite mache, werfe ich kurz Duplicator an und sichere meine Seite(n). Dann habe ich immer die neueste Version auf Lager. Die Daten lagere ich natürlich auf meinem lokalen Server.

Wenn du nur (automatische oder händische) Backups machen willst und nicht regelmäßig den Server wechselst, kannst du auch zu einem anderen Plugin greifen. Hier würde ich BackWPup empfehlen. Es ist in einer kostenlosen und bezahlten Version verfügbar.

Fazit: Sehr nützlich für Entwickler

Download: https://de.wordpress.org/plugins/duplicator/
Kosten: kostenlos oder $59 / Jahr (Pro-Version)

Woocommerce + Woocommerce Germanized

Ja, WordPress kann auch ein Shop sein, mit dem du Geld verdienen kannst. Dafür brauchst du ein entsprechendes Plugin. WooCommerce ist dafür wohl die bekannteste und vermutlich beste Lösung zur Zeit. Beachte aber, dass ein Shop noch weitere Kosten mit sich bringt, die den Rahmen dieses Artikel sprengen würden. Ich werfe nur die Stichworte AGB, Payment Services (PayPal, Klarna und Co.), CRM-System und Buchhaltungs-Software in den Raum.

In Deutschland macht es übrigens Sinn, die WooCommerce-Erweiterung WooCommerce Germanized zu verwenden. Sie passt deinen Shop an die Vorgaben des deutschen Rechts an. Es gibt auch eine kostenlose Version, die aus meiner Sicht aber eher zum Reinschnuppern interessant ist. Ich würde immer den erweiterten Umfang wählen, also die Pro-Version.

Fazit: Unverzichtbar für Shop-Betreiber

Download WooCommerce: https://de.wordpress.org/plugins/woocommerce/
WooCommerce Germanized kaufen: https://vendidero.de/woocommerce-germanized
Kosten WooCommerce: Kostenlos
Kosten WooCommerce Germanized: Kostenlos oder ab 69,95€ / Jahr

WP Rocket

Und weiter im Takt! Diesmal geht es um Geschwindigkeit. Um es kurz zu machen: Je schneller deine Website ist, desto mehr freut es deine Besucher. Willst du den Takt erhöhen, brauchst du ein Plugin, das dir die Optimierungsarbeit abnimmt. Achtung: Vor Benutzung immer ein Backup machen. Man weiß nie, ob nicht doch irgendwo ein Problem auftritt. Gerade bei „Optimierungsarbeiten“ 😉

WP Rocket ist ein hervorragendes Plugin, das deine Website durch Caching und andere Methoden schneller macht. Bevor du es kaufst, kannst du aber erst einmal schauen, wie schnell deine Website überhaupt ist. Dazu empfehle ich folgende Dienste:

Dazu ein paar Anmerkungen: Google Page Speed Insights misst nicht wirklich die Geschwindigkeit deiner Website. Vielmehr gibt dir das Tool Hinweise darauf, wo auf der Seite noch Verbesserungsbedarf besteht. Aus meiner Sicht kannst du den Test ruhig machen, aber ihn nicht für allzu wichtig nehmen. Ja, es hat bestimmt Einfluss auf das Ranking. Aber es gibt genügend Beispiel von erfolgreichen Unternehmen, die ein schlechtes Ergebnis bei Google Page Speed Insights haben.

GTMetrix ist übrigens ein kostenpflichtiger Dienst, den du in einer kostenlosen Version testen kannst. Der Server, der deine Website dann testet, steht meist in Vancouver. Dass die Übertragung von dort bis nach Deutschland etwas braucht, dürfte klar sein. Das Ergebnis ist daher nicht so genau wie das von Pingdom. Dort kannst du nämlich den Serverstandort wählen.

WP Rocket ist für mich ein sehr spannendes Tool, das mir allerdings keine $49 im Jahr wert ist. Ich habe mich für WP Fastest Cache entschieden und bin mit der Performance zufrieden. Sicherlich könnte ich hier und da noch ein paar Millisekunden rausholen, aber ob das wirklich einen finanziellen Mehrwert bietet, wage ich aktuell zu bezweifeln. Die Premium-Version werde ich vielleicht später testen.

Fazit: Wichtig, um die Geschwindigkeit zu verbessern, aber nicht zwingend notwendig

WP Rocket kaufen: https://wp-rocket.me/de/
WP Fastest Cache downloaden: https://de.wordpress.org/plugins/wp-fastest-cache/
Kosten WP Rocket: $49 / Jahr
Kosten WP Fastest Cache: Kostenlos oder $49,99 einmalig

YOAST SEO

Dieses Tool habe ich lange Zeit unterschätzt und nutze es erst seit kurzem. Es bringt dir aber einen entscheidenden Vorteil: Du kannst die Anzeige deiner Suchergebnisse bei Google und Co. mit eigenen Texten gestalten. Anonsten übernimmt Google das für dich, und das ist nicht immer optimal. Zusätzlich gibt das Tool dir Empfehlungen, wie du deinen Content verbessern kannst.

Ich nehme die Empfehlungen von YOAST SEO als Anregung, aber ich halte mich nicht akribisch daran, alle Lampen auf Grün setzen zu wollen. Für mich ist es einfach jedes mal ein Reminder, dass ich mir über das genaue Thema einer Seite oder eines Beitrags Gedanken mache. Nehmen wir diesen Artikel: Ich möchte das Thema „Was kostet eine eigene Website“ behandeln. Würde ich das nicht einmal konkret über die „Fokus-Keyphrase“ festlegen, hätte ich den Fokus während des Artikelschreibens sicher wieder verloren.

Fazit: Sehr hilfreich und daher empfehlenswert, in der kostenlosen Version ausreichend

Download: https://de.wordpress.org/plugins/wordpress-seo/
Kosten: Kostenlos oder 79€ (exkl. Mwst) / Jahr

Rechtliche Vorgaben einer WEbsite

Nach dem großen Thema Plugins kommt zum Schluss noch etwas, das du immer im Hinterkopf haben solltest. Deine Website unterliegt rechtlichen Vorgaben. Du brauchst zum Beispiel ein gültiges Impressum. Und auch die Datenschutzerklärung ist wichtig. Bevor du jetzt im Internet nach einem Generator dafür suchst, möchte ich dir einen Rat geben: Lass es lieber. Ein Generator kann immer nur allgemeine Fälle behandeln.

Stell es dir vor wie beim Shoppen von Klamotten. Du gehst in einen Laden und fragst nach einem Hemd. Der Verkäufer gibt dir eins. Dir gefällt die Farbe nicht und es passt auch nicht wirklich. Genau so ist es auch mit den Datenschutz-Generatoren. Sie nehmen keine Rücksicht auf dich. Es gibt zu viele Variablen, die eine Rolle spielen. Natürlich kannst du anklicken, dass du Google Analytics verwendest, aber was machst du anschließend mit den Daten? Wo werden sie noch gespeichert und was ist, wenn dich jemand über dein Kontaktformular anschreibt? Was passiert dann mit den Daten? Solche Details sind wichtig. Aus meiner Sicht führt kein Weg an einem Anwalt vorbei, der dich individuell berät.

Ich habe meine Datenschutzerklärung vom Anwalt anfertigen lassen. Dazu muss ich sagen, dass auch meine Mithilfe wichtig war, denn der Anwalt weiß nicht, welche anderen Dienste wie Evernote oder Google Ads ich noch nutze. Natürlich ist es hilfreich, wenn der Anwalt nur Korrekturen machen muss, anstatt alles von Grund auf neu zu schreiben. Aber dafür bräuchtest du eine solide Grundversion deiner Datenschutzerklärung.

Fazit: Essentiell

Kosten: zu individuell, um einen Preis nennen zu können

Zusammengefasst: Was kostet eine eigene WEbsite?

Nehmen wir nur die essentiellen, laufenden Kosten, um die Website zu erstellen, liegst du bei ca. 111,-€ im Jahr. Dazu kommen die individuellen Kosten deines Anwalts für die Erstellung der Datenschutzerklärung. Je nach Anforderung kommen weitere Kosten für ein schönes Theme, einen Page Builder oder Plugins auf dich zu, die den Umfang deiner Website erweitern. Du kannst also locker 1.000,-€ im Jahr ausgeben, wenn du einen Shop aufbauen willst, der individuell gestaltet und auf Performance ausgelegt ist. Und wir reden immer noch davon, dass du das alles selbst machst. Nimmst du einen Profi, der dir das alles umsetzt, steigen die Kosten selbstverständlich.

Jetzt weißt du, was eine Website kostet. Es stellt sich also die Frage: Ist das den Aufwand wert? Einfach nur Geld ausgeben, um es los zu werden, geht bestimmt auch einfacher. Du solltest dir also gut überlegen, was deine Website leisten soll. Willst du eine Marke aufbauen oder etwas verkaufen? Die Entscheidung liegt bei dir. Sie sollte nur vor dem ersten Schritt klar sein.

Hast du Fragen?

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